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Sexuelleprobleme
Sexuelle Dysfunktionen bei Männern
Sexuelle Dysfunktionen sind quantitative und qualitative Störungen der Sexualleistung im Rahmen der sexuellen Appetenz, der sexuellen Erregungsfähigkeit, des Orgasmus und der sexuellen Befriedigung. Es handelt sich um eine Kategorie, die von einzelnen Autoren verschieden verstanden ist. In der Fachliteratur sind sowohl die Ansichten zu finden, die den Funktions- oder psychogenen Charakter betonen, als auch die Ansichten, die von den biologischen und ätiologischen Ursachen ausgehen.
Die Vorkommensrate sexueller Dysfunktionen bei der Bevölkerung ist nicht genau bekannt. Es ist unumstritten, dass die meisten Störungen in ihrer mäßigen Form mindestens einige Mal in unserem Leben auftreten. Bei der Untersuchung des sexuellen Verhaltens bei einer repräsentativen Stichprobe der tschechischen Bevölkerung gaben 17 % der Frauen und 19 % der Männer an, dass sie manchmal in ihrem Leben an einer sexuellen Störung litten. Bei derselben Untersuchung berichteten 11 % der Frauen und 15 % der Männer, dass sie sexuelle Probleme aktuell haben.
Die sexuellen Dysfunktionen können in primäre und sekundäre Dysfunktionen eingeteilt werden. Von der primären Dysfunktion spricht man, wenn die Beschwerden beim Patienten vom Beginn seines Sexuallebens ab vorkommen. Die sekundären Dysfunktionen treten erst nach einem bestimmten Zeitraum des problemlosen Sexuallebens auf.
Die sexuellen Dysfunktionen können eine organische oder psychogene Ursache haben. Organische Ursachen können neurogen, hormonell, venös, medikamentös oder multifaktoriell bedingt werden, sie können sich als Folge allgemeiner Erkrankungen oder auf Grund anatomischen Anomalien entwickeln. Psychogene Dysfunktionen haben mehrere Ursachen - von mangelnder Stimulation über störende Erlebnisse in Vergangenheit, Erziehung in der Kindheit, Partnerschaftsprobleme bis bestimmte Charakterzüge (Neurotizismus) und Persönlichkeitsstörungen.
Die sexuellen Dysfunktionen können komplett oder inkomplett sein. Die komplette sexuelle Dysfunktion bedeutet, dass einige physiologische sexuelle Qualitäten praktisch fehlen, z. B. ausbleibende Erektion, Lubrikation, Ejakulation, Orgasmus. Um die inkomplette Dysfunktion handelt es sich, wenn die entsprechende sexuelle Funktion nur teilweise gestört ist. Dazu zählen vor allen solche Zustände, bei denen die Störung unter ungünstigen Umständen oder in einer außerordentlichen Situation vorkommt (z. B. nicht zuverlässige Erektion, mangelnde Lubrikation, situationsbedingter Libidoverlust).
Sexuelle Dysfunktionen können generalisiert oder selektiv sein. Die generalisierte Dysfunktion ist von momentaner Partnerschaft nicht abhängig und hinsichtlich des konkreten Partners ist sie autonom. Die selektive Dysfunktion hängt mit der bestimmten Partnerschaft und derer Qualität zusammen.
Sexuelle Dysfunktionen bei Frauen
Nach der Kommisin für FDS (Female Sexual Dysfunction) bei ESSIR (European Society for Impotence Research) hat der Sexualzyklus bei Frauen drei Stadien:
- Sehsucht - dafür sind genügende östrogene Stimulation des Zentralnervensystems, physiologischer Prolaktinspiegel und Vorliegen der Androgene unentbehrlich, die die sexuelle Exzitation gewährleisten und die vermögen, die Ovulation zu induzieren.
- Erregung - zentrale, mentale Aktivierung und Phantasie, die zur nongenitalen (Brustwarzenerektion) und genitalen (Klitoriserektion, vaginale Lubrikation) Reaktion führen.
- Orgasmus ist ein veränderter Bewußtseinszustand, der mit sensorischen, primär schwierig definierbaren "emotionellen Gefühlen" verbunden ist. Darauf folgt die motorische Muskelantwort des Beckenbodens.
Klassifikation der weiblichen sexuellen Dysfunktion
Mangel oder Verlust an sexueller Sehnsucht
Die sexuelle Appetenz oder die Libido stellen Lust, Verlangen, Interesse oder Sehnsucht nach dem Geschlechtsverkehr oder den erotisch-sexuellen Aktivitäten dar, die ihm vorgehen oder mit ihm verbunden sind. Mangelnde sexuelle Appetenz ist die Störung, die nur selten isoliert vorkommt.
Sexuelle Aversion
Die sexuelle Aversion ist ein Widerwille zur Geschlechtsaktivität. Während die Einstellung zur sexuellen Tätigkeit bei der Frigidität gleichgültig ist, ist sie bei der Aversion andauernd eindeutend negativ. Die Aversion kann entweder den Geschlechtsverkehr allein betreffen oder sie kann sich auf irgendwelche Körperkontakte mit dem Partner generalisieren. Einige Frauen ertragen sogar besser den Geschlechtsverkehr als das Liebesspiel. Diese taktile Aversion hängt in der Regel mit Problemen in Beziehung zum Partner oder mit spezifischen sexuellen Traumata zusammen. An der primären sexuellen Aversion nehmen Erziehung und Erlebnisse in der Kindheit oder Adoleszenz teil (z. B sexueller Missbrauch). Die sekundäre Aversion kann nach einem bestimmten Zeitraum der erzwungenen sexuellen Aktivität folgen, die in der Frequenz und der Weise dem weiblichen Bedarf nicht entspricht.
Mangelnde sexuelle Erregbarkeit (Frigidität)
Es handelt sich um eine relativ häufig auftretende Dysfunktion, die bei Frauen aller Altersgruppen vorkommt. Es geht also um einen Zustand, bei dem die Frau Probleme mit Erreichen und Erhalten der genügenden Genitaltumeszenz während des Geschlechtsverkehrs hat. Es handelt sich also um Insuffizienz einer sexuellen Grundemotion - der sexuellen Erregung.
Orgasmusstörungen
Es ist bekannt, dass der Orgasmus bei Frauen durch verschiedene situationsabhängige oder äußere Einflüsse mehr verletzbar als bei Männern ist. Die Frau stellt bei ihrer Sexualität höhere Ansprüche auf den Partner, sie ist selektiver. Es ist keine Ausnahme, wenn die Frau ihren ersten Orgasmus erst nach dem 30. Lebensjahr erlebt, handle es sich um einen koitalen, nicht-koitalen oder Masturbationsorgasmus. Auch nach dem Erreichen des ersten Orgasmus hat ein Drittel der Frauen Probleme mit dieser Emotion. Mindestens 8 % der Frauen, also fast jede zehnte Frau, erlebt den Orgasmus lebenslang nicht.
Dyspareunie
Es handelt sich um Zustände der koitalen Disharmonie, bei denen die koitalen Friktionsbewegungen des Penis in der Vagina unangenehme Gefühle (Dyspareunie) oder Schmerzen (Algopareunie) hervorrufen.
Vaginismus
Vaginismus ist eine sexuelle Dysfunktion, die durch starke Kontraktion des Scheideneingansmuskels charakterisiert ist. Dieser Zustand ist unwillkürlich, er manifestiert sich mit ringförmigen vaginalen Kontraktionen beim Veruch um die Dilatation (Erweiterung). Die Dilatation ist deutlich schmerzhaft. Zu den typischen vaginalen Kontraktionen kommen manchmal auch ablehnende Reaktionen auf den Versuch um Imission, ja sogar Unlust oder Widerwille zu jeder Behrührung des Genitals.
Genitalschmerzen bei nicht-koitaler sexueller Stimulation.
„ Lauf für Paraple“ wurde diesmal am 6.7. 2010 auf der Mühlbrunnkolonnade als ein Bestandteil des Internationalen Filmfestivals in Karlsbad veranstaltet.