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Penis

Was ist der Penis?

Der Penis ist ein Kopulationsorgan, von Erektionskörpern, deren Bindegewebshüllen und von einem Teil der Urethra gebildet. Zur basal-anatomischen und Funktionsteilen des Penis sind zwei paarige, nebeneinander gelegene kavernöse Schwellkörperchen und ein unpaariges spongiöses (schwammartiges) Körperchen, welche die Urethra umschließen und an ihrem Ende in die Glans (Eichel) mit einer Konusform übergehen.

Die Peniswurzel (radix penis) bilden paarige Armen (crura penis), die an die Ränder der Unterarmen der Schambeine fixiert sind und weiter der Penisbulbus, der zu der diaphragma urogenitale anliegt. Von oben aus versenkt sich die Urethra in ihn hinein. Die Oberfläche des Penisbulbus deckt m. bulbospongiosus, das im hinteren Teil zu einem kavernösen und einem spongiösen Körperchen wird. Ähnlich situiert ist auch m.ischiocavernosus auf der Oberfläche der crura penis. Mit der Schambeinfuge und mit der linea alba ist der Penis mittels zwei Bindegewebestreifen (ligamentum suspensorium a fundiforme) verbunden.

Die Kavernenkörperchen sind mit starker Gewebeschicht (tunica albuginea) bezogen, die dazwischen eine inkomplette Scheidewand (septum penis) bildet. Von der tunica albuginea steigen die Gewebebalken mit Beimengung glatter Muskulatur in die Vertiefung hinab. Die Balken trennen die Venenräume, mit Endothel ausgekleidete Kavernen, voneinander. Durch die Balken verlaufen geschlängelte Adern (aa.helicinae), die sich in den Kavernenraum erweitern. In der Wand der aa. helicinae befinden sich unter dem Endothel gebildete Kissen der glatten Muskulatur, die den Blutdurchfluss regulieren. Dass Blut wird aus den Kavernen durch die vv.cavernosae, welche in die Penisvenen münden, abgeleitet.

In dem Schwammkörper ist das Gewebeskelett nur schwach entwickelt. Die tunica albuginea und die Balken sind dünn und enthalten auch glatte Muskelzellen. Auf der Eichel ist keine tunica albuginea gebildet und die Endothelkavernen, was ihren Aufbau betrifft, ähneln einem Venengeflecht sehr.

Die Eichel (glans penis) ist Ende des Schwellkörpers am Penis. Von dem Peniskörper ist sie durch eine Rinne (collum glandis) getrennt. In die Rinne münden die Talgdrüsen, in welchen sich das Smegma bildet. Die Eicheloberfläche umschließt eine retraktile Vorhaut (praeputium), die unterhalb der Eichel mit einem Vorhautbändchen (frenulum praeputii) verbunden ist. Mit der Vertikalspalte (ostium urethrae externum) am Eichescheitel endet die Harnröhre.

Die Penishaut ist dünn, dehnbar und frei pigmentiert. An der Unterseite des Penis ist eine Längsnaht (raphe penis) gebildet, die ein Verwachsungsrest einer Geschlechtswulst aus der Entwicklungsphase ist. Die Gewebshülle des Penis ist in der Unterhaut mit fascia superficialis penis und auf der Oberfläche der Schwellkörper mit fascia profunda penis gebildet.

Was für eine Funktion hat der Penis?

Der Penis hat drei Funktionen:

  • Entleerung der Blase durch die Harnröhre
  • Organ des Geschlechtsverkehrs
  • Abführung des Ejakulats bei Samenerguss durch die Harnröhre

Wie kommt es zur Erektion und Ejakulation?

Die Erektion ist das endgültige Ergebnis eines verhältnismäßig komplizierten Prozesses in dem Nerven-, Venen- und Hormonalsystem. Bei sexueller Erregung des Mannes (Berührung, Gesichtsanregungen, Gedanke, Wohlgeruch, Töne oder beliebige Kombination von allen) sind alle solche Anregungen im Gehirn und Rückenmark verarbeitet. Die Nerven senden Anregungen auf die Blutbahn und es kommt zuerst zur Erschlaffung der glatten Adernmuskulatur, die das Blut in den Penis zuführt. Ziemlich schnell danach erfolgt eine mächtige Blutzufuhr in die Schwellkörper, die sich füllen und vergrößern. Es kommt gleichzeitig zu einer Gefäßverengung, wobei sich der Blutabfluss aus dem Penis markant verlangsamt. Auf solche Weise erfolgt die Erektion – die Versteifung des Penis. Die Erektion wird bis zu Ejakulation oder durch verlaufende Stimulation verlängert und erhalten. Es kommt nachfolgend zu umgekehrtem Prozess – der Druck im Penis gibt nach, der Penis erschlafft und kehrt in die Körperruhe wieder zurück. Während der sexuellen Erregung kommt zur Pulsbeschleunigung, der Blutdruck erhöht sich und die Atmung wird tiefer. Die Brustwarzen werden hart und aufgerichtet.

Wenn sexuelle Erregung ein gewisses Grad erreicht, stellen sich die Kontraktionen in dem Samenleiter von den Nervenanregungen bedingt ein, die Spermien aus Nebenhoden strömen gemeinsam mit dem Prostatasekret in die Urethra (Emission). Bei der folgenden Ejakulation stoßen die Dammmuskeln in rhythmischen Kontraktionen den Samen aus der Harnröhre aus.